Willkommen zurück!

Es geht weiter in der Panorama-Ecke: Schieße eine 360-Grad Bilderserie. Kamera stationär (Stativ!) und Bilder überschneiden sich – auch das erste und das letzte Bild! (Sonst ist alles wie letzte Woche)

Setze die Bilder zu einem Panorama zusammen. Transformiere das 360-Grad-Panorama mittels Polarkoordinaten in einen Little Planet. Dafür kannst du beispielsweise Adobe Photoshop oder Hugin nutzen. Hugin liefert bessere Ergebnisse, wenn du wirklich alles abfotografiert hast.

Mein Weg

Ich habe für mich festgestellt, dass die Methode mit Hugin eben vollkommene Kugelabdeckung braucht von der Erde unter der Kamera bis in den Himmel. Meine Methode für Little Planets liegt daher in Photoshop und besteht stark vereinfacht aus folgendem Vorgehen

Das Prinzip hinter dem Little Planet

Man nimmt ein Bild, zieht die untere Kante in einem Punkt zusammen (der dann den Mittelpunkt des Planeten bildet) und fächert dann die obere Kante kreisformig um den neuen Mittelpunkt auf.

Anleitung zu deinem Little Planet in Photoshop

Nachdem nun das grobe Prinzip erklärt ist gibt es ein paar Schritte, die dafür notwendig sind:

  1. Wenn du das Panorama in Lightroom zusammengesetzt hast, öffne es per Rechtsklick zur Bearbeitung in Photoshop. (Wenn es in PS zusammengesetzt ist, reduziere es ggf. auf eine Ebene)
  2. Positioniere das Panorama so, dass der Little Planet hinterher interessant aussieht. Ich versuche immer, interessante Aspekte (Sonne, herausragende Gebäude) links oben zu platzieren. Dazu kommt das „interessante“ knapp an den rechten Bildrand. Verschieben kannst du das Bild über Filter -> Sonstige Filter -> Verschiebungseffekt
  3. Überprüfe, ob die verschobene Kante erkennbar ist und gleiche sie gegebenenfalls aus. Maskiere dazu die unsauberen Stellen (zum Beispiel über Kanäle, um nur den Himmel anzupassen), passe Helligkeit und Sättigung an.
  4. Wenn du mit dem Ergebnis zufrieden bist, transformiere das Bild über das Menü Bild -> Bildgröße in ein quadratisches Format (ich verwende meist 4000 x 4000, das reicht noch zum Ausdrucken).
  5. Drehe das Bild um 180 Grad über das Menü Bild -> Bilddrehung -> 180°. Keine Ahnung warum, aber Photoshop scheint die obere Kante zusammenzudrücken und die untere Kante aufzufächern.
  6. Let the magic happen – Nutze den Polarkoodinaten-Filter über Filter -> Verzerrungsfilter -> Polarkoordinaten…
  7. Du hast einen Little Planet! Herzlichen Glückwunsch!
  8. Peppe den Planeten auf: Sorge über Schatten und einen dunklen Hintergrund dafür, dass es aussieht als würde der Planet im All schweben

Hier sind einige Beispiele:

…aber mein Ergebnis für diese Woche kommt natürlich erst noch 😉

Ich bin auf deine kleine Welt gespannt – lass‘ mal sehen!
Damit einen guten Start in die fotografische Woche,
dein Tobias